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Die Stadte Wei?ru?lands.
Die alteste Stadt auf Wei? russischem Boden ist Polozk. Als befestigter Ort, Zentrum von Handwerk und Handel, entstand sie im Jahre 862 an der Westlichen Dwina.
Die zweite Stadt war Witebsk, das Jahr ihrer Geburt ist 974. Dann entstand Turow im Polessje (980) und Isjaslawl, das heutige Saslawl. Spater entstanden Brest 1019, Braslaw 1065, Minsk 1067, Orscha 1067, Pinsk 1097, Sluzk 1116, Grodno 1128, Gomel 1142, Neswish 1223, Nowogrudok 1235 und Mogiljow 1267.
Vom 9. bis zum 14. Jahrhundert entstanden in Wei?ru?land mehr als 50 Stadte. Ihr Schicksal gestaltete sich verschieden. Die einen erstarkten, bluhten auf und sind heute gro?e Kultur- und Wirtschaftszentren geworden. Andere wie Druzk, Nekolotsch, Beltschizy. Lukoml u.a. , in Kriegszenen zerstort und abgebrannt, verschwanden vom Antlitz der Erde.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zahlte man in Wei?ru?land 36 Stadte, vor dem Gro?en Vaterlandischen Krieg waren es schon 65. Wahrend der Kriegsjahre wurden sie fast alle von den Hitlerschen Eroberern stark zerstort.
In der Nachkriegszeit erschienen auf der Karte Wei?ru?lands etwa 40 neue Stadte. Ein Teil von ihnen scho? direkt auf freiem Feld oder mitten im Wald zusammen mit jungen Industriegiganten wie Pilze aus dem Boden. Das sind Nowopolozk, Soligorsk, Swetlogorsk, Beloosersk, Shodino, Nowolukoml, Slawutitsch. Wiedergeboren wurden in diesen Jahren das alte Minsk, Witebsk, Gomel, Mogiljow u.a. Auferstanden aus Ruinen, wachsen sie in die Breite, werden komfortabler und schoner und verjungen sich.
Minsk
Vollig zerstort in den Kriegsjahren, wurde die Hauptstadt Minsk in au?erst kurzer Zeit aus Schutt und Asche buchstablich wiedergeboren. Vor dem Krieg zahlte Minsk 240 000 Einwohner, gegenwartig sind es mehr als 1, 7 Millionen.
Minsk ist ein bedeutendes politisches, wirtschaftliches, wissenschaftliches und kulturelles Zentrum unseres Landes. Seine Betriebe liefern mehr als ein Viertel der Industrieproduktion Wei?ru?lands. In der Industrie der Stadt nimmt der Maschinenbau mit zahlreichen Zweigen den 1. Platz ein. Ebenso entwickelt sind Leicht- und Lebensmittelindustrie, Holzverarbeitung, Chemie, Baumaterialien- und polygraphische Industrie. Au?erdem ist Minsk ein wichtiger Knotenpunkt fur Eisenbahnlinien, Fernverkehrsstra?en und Fluglinien.
In der Stadt gibt es 14 Hochschulen und Universitaten; die Akademie der Wissenschaften Wei?ru?lands und mehr als 50 Forschungsinstitute haben auch hier ihren Sitz.
Gomel
Die zweitgro?te Stadt Wei?ru?lands ist Gomel. Gomel ist eines der schonsten Gebietszentren der Republik, Hafen am Dneprnebenflu? Sosh, wichtiger Eisenbahnknoten und bedeutendes Industriezentrum. In Gomel arbeiten 18 Maschinenbaubetriebe, darunter eine Werkzeugmaschinenfabrik, Werke fur Landmaschinen. Walzlager, Me?gerate, Elektroapparaturen u.a.
Neben einem dichten Netz von allgemeinbildenden Schulen hat die Stadt eine Uni, eine Ingenieuerhochschule fur Eisenbahntransport, eine Kooperative und eine Polytechnische Hochschule.
Den Gomelern zur Verfugung stehen 2 Theater, ein Zirkus, eine Philharmonie, Kinos, Kulturpalaste und ein schoner Kultur- und Erholungspark, der im vorigen Jahrhundert angelegt wurde und wo sich der Palast des Fursten Paskewitsch und die Peter-Pauls-Kathedrale befinden.
Witebsk
Diese Stadt an der Westlichen Dwina wurde 974 gegrundet als ein Handelszentrum auf dem Weg "von den Waragern zu den Griechen. " An fuhrender Stelle in der Wirtschaft der Stadt stehen heute die Textil- und Bekleidungsindustrie. Witebsk hat 4 Hochschulen, die Padagogen, Mediziner, Tierarzte und Technologen ausbilden. In der Stadt gibt es viele Sehenswurdigkeiten: z.B. das Schmyrew-Museum, Botanischer Garten, das wei?russische Theater "Jakub Kolas". Von den Bauwerken der Vergangenheit blieben in Witebsk nur das Rathaus (18. Jh) und der 1712 nach klassizistischen Traditionen erbaute Gouverneurpalast erhalten. Das architektonische Stadtbild bestimmen heute vollig neue Zuge.
Mogiljow
Mogiljow ist unter den Gebietszeniren das jungstees wurde im 13 Jh. gegrundet. Das im Krieg bis auf die Grundmauern zerstorte Mogiljow wurde in Friedenszeiten wieder aufgebaut und wuchs zu einem bedeutenden Industriezentrum Wei?ru?lands heran. Heute ist es vor allem eine Stadt der Gro?chemic. Hier befindet sich die gro?te Vereinigung "Chimwolokno" (Chemiefaser).
In der Stadt bestehen 3 Hochschulen: die Padagogische, die Technologische und die Hochschule fur Maschinenbau.
Grodno
Grodno liegt im Westen Wei?ru?lands am Flu? Neman. Die Stadt zahlt heute uber 50 Betriebe der Leichtindustrie mit Textil-, Bekleidungs-und Lederwarenfabriken. Die chemische Industrie stellt Mineraldunger und Kunstfasern her. In der Stadt werden Fachleute an 8 Fach- und 3 Hochschulen: der Uni, der Medizinischen und der Landwirtschaftshochschule herangebildet.
Denkmaler der Geschichte und Kultur sind in Grodno zahlreicher als in anderen Stadten erhalten geblieben. Zu ihnen gehoren das im 11. Jahrhundert erbaute Alte und das Neue Schlo? (18. Jh), die Bernhardiger, die Brigitten- und die Franziskanerkirche (17. Jh).
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