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Umweltschutz.

   Erst Ende der sechziger Jahre ist der Gedanke des Umweltschutzes in das Bewu?tsein der Menschen gedrungen. Er verursachte Unruhe und Unsicherheit: Mullhaufen verseuchen Grundwasser, die Verschmutzung der Erdatmosphare bewirkt Klimaveranderungen, Flusse und Seen verwandeln sich in Kloaken. In der Wechselbeziehung zwischen Menschen und naturlicher Umwelt ist die Belastbarkeit der Natur an ihren Grenzen angelangt.
   Ein altes indianisches Sprichwort sagt: "Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Flu? vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, da? man Geld nicht essen kann". Doch soweit darf es nicht kommen. Wir haben nur eine Chance zum Uberleben, wenn wir uber die Umwelt nicht nur nachdenken, sondern auch etwas tun. Und das geht jeden an. Die Natur braucht dringend unsere Hilfe, in den letzten Jahren sind Hunderte von Tier- und Vogelarten verschwunden. Von den gebliebenen sind viele vorn Aussterben bedroht, z.B. Elefanten, Tiger, Zobel und viele andere. Alle Tiere und Pflanzen, die unter Naturschutz stehen, wurden in das "Rotbuch" eingetragen.
   Der Technik verdanken wir viele Vorteile unseres Lebens. Die Technik kann viele Probleme losen, aber sie kann menschliche Probleme auch sehr verschlimmern. Tschernobyl ist zum Codewort fur die Unbeherrschbarkeit der Technik geworden. Im Kernkraftwerk der ukrainischen Stadt Tschernobyl ereignete sich am 26. April 1936 eine der bisher gro?ten Reaktorkatastrophen, bei der gro?e Mengen radioaktiver Stoffe freigesetzt wurden. 15 Menschen wurden getotet, Ulid- die Umgebung von Tschernobyl im Umkreis von uber 30 Kilometer wurde verseucht. Tausende von Menschen wurden in bedeutendem Ma?e bestrahlt.
   Das Ausma? der Umweltprobleme in unserem Land wird immer deutlicher. Millionen Menschen leben in okologischen Katastrophengebieten, viele Nahrungsmittel gelten als gesundheitsschadlich, haufig ist das Leitungswasser zum Trinken ungeeignet, mehr als die Halfte aller Erkrankungen werden durch Umweltfaktoren verursacht.
   Heute scheint das Problem der Umweltbelastungen international zu sein, weil die Massenmedien taglich aus allen Ecken und Enden der Erde Meldungen uber die Zerstorung der Natur und Umwelt durch den Menschen bringen. Robbensterben, Algenpest, Waldsterben, Ozonloch, Smog, Wasserverseuchung — das sind nur wenige der aktuellsten Themen. Alles Lebendige auf unserem Planeten ist heute in Gefahr. Was tun?
   Die Probleme der Umweltforschung und Umweltvorsorge bedurfen heute einer Zusammenfassung, Systematisierung und sinnvoller finanzieller Planung zwecks gro?erer Effektivitat.
   Notwendiges wirtschaftliches Wachstum soll schon heute starker denn je auf okologischen Uberlegungen fu?en.
   Der okologische Landbau soll entwickelt werden. Das ist ein Landbau auf Basis der naturlichen Gegebenheiten mit naturlichen , aber auch modernen Mitteln. Man mu? auf den Einsatz von chemischen Mitteln verzichten, die Tiere artgerecht futtern, den Boden schonend bearbeiten.
   Es gibt eine Menge von Problemen, die von meiner Generation wenigstens zum Teil gelost werden mussen. Autoabgase, wachsender Energiebedarf, Vernichtung von Waldern usw. Es gibt viele Moglichkeiten, umweltfreundlich zu handeln, z.B. ich verwende Einkaufstaschen statt Plastiktuten, benutze keine Wegwerfartikel wie z.B. Plastikteller, kaufe Getranke prinzipiell in Mehrwegflaschen, verwende wieder aufladbare Batterien und Solarrecher statt Batteriemodelle, kompostiere Kuchen- und Gartenabfalle zu Gartenerde, lasse Licht nicht unnotig brennen, gebe Altpapier und Textilien in spezielle Punkte ab. Mull- und Larmvermeidung, Altpapiersammeln und Pflanzenschutz — aus diesen Kleinigkeiten ergibt sich der Beitrag eines jeden zur Schonung der Umwelt.

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